Sonntag, 14. September 2014

Kaffekränzchen mit Mate und Gorbifillmeigosch (Spitzenwodka)

El Pepe, Uruguay und Putin, Russland beim Pow-Wow


Welch schöne Erinnerungen! Welch ein harmonisches Miteinander beim Plausch! Sowas geht doch wohl nur unter Brüdern im Geiste. 

Da ich, Schreibstift Ohnweg escondito, also versteckt dabei war kann ich davon berichten. Ich habe mich als Partei-Ei getarnt. Psst....das Tischbein! Ja, braun geschminkt als mittleres Teil des Tischbeins. Ja, ich bin noch viel raffinierter als ein Ex-Guerillero und ein russischer Spion vom KGB zusammen. 

Nachdem das für Putin etwas peinliche Thema über Katzen abgelegt wurde gingen sie zur Politik über. Ich konnte leider kein Aufnahmegerät benützen wegen der Detektoren. Und deshalb kann ich nur einen sinngemässen, handgeschriebenen Bericht abliefern. Probleme mit der Sprache hatte ich keine, denn alles wurde auf Spanisch simultanübersetzt. 

El Pepe schlürfte genüsslich seinen Mate und reicht auch Putin die Guampa. Der roch skeptisch an diesem unbekannten Getränk. Es roch fast wie Zedernwasser. Er fing an zu saugen und fast spuckte er die bittere Brühe auf den wertvollen Afgahn. Aber Pepe ist ein heller Kopf und ein guter Beobachter und listig dazu. 

"Na, verdünne doch den Mate, Väterchen Putin". 

"Hmm...räusper, das ist ein wirklich kluger Schachzug von dir, Pepe", und Putin zog einen Flachmann hervor, gefüllt mit dem heiligen Kicherwasser der Russen, "Gorbifillmeigosch". "AAhhhhrrrrgrr...uff, himmlisch. Willst du auch probieren lieber Pepe"

"Natürlich Väterchen Putin" und goss sich auch das Kicherwasser über die grüne Brühe. "Puhhh, ohhh, caramba, das ist ja ein Teufelszeug! Al Diablo, caracho. Vamos a tomar, ähhh saufen wir wie die Brüder in der Taiga". Und was bekam ich dann zu hören? Der Pepe lobte seine Rosen und verfluchte ihre Dornen. Der Putin verherrlichte seine Datscha am Don und die guten Fische darin, und verfluchte seine Arbeit mit den Saufbrüdern die sich nicht benehmen können. Denn der Putin hält was von gelecktem Status, während Pepe eher einem Chlochard unter den Brücken von Paris glich als einem Satansbraten von Guerillero und einem Blumenzüchter der mit Pferdeäpfeln hantierte. Denn Kuhdung schien im zu pöbelhaft für seine Aristokraten im Garten. 

Endlich erinnerten sie sich an ihre eigentliche Aufgabe, nämlich die wirtschaftlichen Beziehungen zu erweitern. Ergebnis: Der Putin schickt Wodka Gorbifillmeigosch zu einem Sonderpreis nach Montevideo und der Pepe Rosen zum Kremel. Sonst noch Wünsche? Sie kamen überein, daß sie dazu Unterhändler haben. Also blieb noch genug Zeit um den Mate zu schlürfen. Ich fiel vom Tischbein so müde wurde ich. Die beiden Präsidenten waren inzwischen eingenickt und hielten sich im Arm. Nie wieder werde ich dieses friedliche Bild vergessen. Ich sah Menschen und keine Zootiere. 

  




Putin und Jose Mujica, der Pepe, im trauten Palaver im Präsidentenpalast von Uruguay. Pepe zeigt gerade Fotos seiner Katzengalerie. Irgendwann im letzten Sommer.

Unten: Beide beim Abschiednehmen. Man könnte fast aufheulen vor Gefühlswallungen bei diesem Bild von herzensguten Amigos.

Oben: Putin als Spion und seine Tarnung als Nacktkatze.
Darunter: Putin als Staatsmann.
Unten: El Pepe, genannt Jose Mujica. Ex-Guerillero, Blumenzüchter und jetziger Job als Präsident. Gilt als ärmster Präsident der Welt aber mit dem großzügigsten Herz der Welt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gut, dass Du dabei gewesen warst und alles mitbekommen hast. Und wunderbar, dass Du die tollen Bilder noch hast machen können und dass sich die Sache mit der Nacktkatze jetzt endlich offenbart.
Geheimbericht und Fotos und Bildergalerie haben mich jetzt doch noch fit gemacht für die Woche.
Ernste Berichterstattung wie eine solche hier ist bitter vonnöten, da ich mich ausschütten kann vor Lachen, wenn ich die Tagesfresse lese.
Ich gebe es zu, trotz eventuellen Geächtetwerdens, dass ich noch ab und zu jeden morgen in eine Zeitung schaue.
Bitte, lieber Schreibwart vom Part-Ei verrate mich nicht, vor allem nicht auf bumi bahagia, denn dann bin ich dort eventuell unten durch.
Dort nämlich sollte man langsam Abschied nehmen von der Welt, die einen nur immer aufzieht (siehe das Bild vom Bild am Sonntag..äh, ne..wie hieß das? Ach, ja, Sonntag in Bildern, also, dort das erste Bild. Wirklich Bildend!

Noch was. ich finde es gut, dass Das Part-Ei jetzt ein richtiges Part-Ei geworden ist und nicht mehr eine Partei werden muß.
Gemein und nützich, das is gut.
Das mit dem "frei" kommt dann, wenn keiner mehr den Schlüssel dreht.......wobei das heute ja eher die Rfid-geimpften Karten und ähnliches mehr sind.
Auf alle Fälle fühle ich mich rundum geschützt und gesichert ;)
Wenn Du mal wieder auf Spioniersonderreisen gehst wäre ich sehr gerne mit dabei oder braucht man dazu sehr viel Humor?
Dann warte ich lieber noch.

Mit kargstem humorlosem Gruße
Blötha Sandelholtz

Ludwig der Träumer hat gesagt…

@Anonym, habe ich Deinem Kommentar ein Anflug von Humor entnommen? Wenn ja, kannst Du mit der Unterzeichnerin nicht identisch sein, jedenfalls noch nicht ganz – aber fast. Ist aber auch egal. Einzig was mir Sorge bereitet, ist deine Angst vor Verrat in der PartEi der Besten. Hier hat niemand die Absicht Dich wegen Deiner Rückfälle in die Welt der Tagesfresse zu verraten. Wir machen uns lediglich öffentlich lustig über die Zeitungsleser und -verstehr, sowie über die sonstigen Bildungsbürger. Falls Du unter den Rückfällen weiterhin leiden solltest, empfehle ich eine Kur bei den AZ (Anonyme Zeitungsleser). Nach den ersten Geschichten von Betroffenen über das Leid, das übermäßiges Zeitungslesen verursacht, bist du sofort für alle Zeiten clean. Wirst sogar entdecken, daß diese Abstinenz ein ganz neues humorvolles Lebensgefühl mit sich bringt.

Spioniersonderreisen mit dem Schreibstift kann ich nur empfehlen. Bring nur Dein inneres Selbst mit, das genügt. Der Humor stellt sich dann automatisch ein. Er ist ein wesentlicher Teil des inneren Selbst. Jeder, der ausschließlich seinem inneren Selbst verantwortlich ist, kommt ganz spielerisch zur PartEi der Besten – alternativlos.

Einen lieben Gruß auch von Mi-Auu Meeh. Sie ist gerade dabei, alle Sauhunde der Welt zu deren Anschlußverwertung zusammenzutreiben.